Der eine Ring

Wir haben uns längst daran gewöhnt, dass Computer immer kleiner und kleiner werden. Was früher eine ganze Fabrikhalle gefüllt hat, passt längst in einen Taschenrechner. Ein Smartphone leistet inzwischen das, was ein PC vor einigen Jahren gerade so vollbrachte. Doch der Trend geht weiter. Die SmartWatch scheint derzeit die Grenzen des technisch Möglichen auszureizen. In den 80er Jahren war eine Uhr, in die man hineinsprechen konnte, um sich mit jemandem zu unterhalten noch ScienceFiction. Heute ist bereits viel mehr möglich. Fast scheint es so, dass nur der Stromverbrauch und die Akkukapazität verhindern, dass die smarten Geräte noch viel kleiner werden.

Für mich ist die spannende neue Herausforderung einen sogenannten SmartRing herzustellen. Ein smartes Gerät, das am Finger getragen werden kann. Ein Touchdisplay wird hier vermutlich kaum realisierbar sein, aber vielleicht ein Sprachinterface. Mechanische Bedienelemente und Lichtelemente könnten aber funktionieren.

Vielleicht ist es nur eine erweiterte Möglichkeit um SmartPhone, Laptop oder MediaCenter zu steuern, vielleicht kann es aber auch weit mehr. Es ist ein schmückendes Utensil, mit dem man ein ständig presentes Interface in die digitale vernetzte Welt erhält.

Ein solcher Ring müsste wasserdicht sein, da man es ja beim Händewaschen nicht jedes mal ablegen will. Folglich könnte man es aber auch beim Duschen und in der Badewanne bei sich tragen. Bereiche in denen man das konventionelle SmartPhone eher ablegen muss.

In Form eines Eheringes, könnte es mit seinem Partnerring nicht nur in einer symbolischen, sondern auch in einer technischen Beziehung stehen. Vielleicht leuchten die zwei Ringe auf, wenn sie sich näher kommen. Vielleicht sperren nur diese zwei Ringe bestimmte Türen auf.

Ein Name für ein solches SmartRing Produkt ist auch leicht zu finden: »MyPrecious«

Der Name könnte allerdings Programm werden. Ein Ring der Macht, der sich nur allzu leicht gegen seinen Besitzer wenden kann. Erst macht es ihn abhängig, dann saugt es ihn aus und kontrolliert ihn. In Zeiten der allgegenwärtigen Überwachung, ist dies nicht weiter verwunderlich.

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